3.Mai Mein Fahrrad,(Ghost RT7500 Disc) ist für den Flug vorbereitet. Hoffentlich kommt alles heil an.
8.Mai von Faro nach Olhao, 22 km, 76 Hm In Faro gelandet hab ich zuerst mein Rad wieder zusammengeschraubt. Danach gings über die Autobahn in die Stadt, kurze Stadtbesichtigung bei Nacht und weiter bis Olahao. Dort hab ich auf einem Campingplatz mein Zelt aufgebaut. Um 1 Uhr nachts hatte es noch 19 Grad. 9.Mai von Olhao nach Almonte, 183 km, 804 Hm Schade, dass die Reception erst um 8 Uhr öffnete, darum bin ich ziemlich spät weggekommen. Es lief gut bis Vila Real, links und rechts der Straße lauter Orangenplantagen. Dann mit der Fähre nach Ayamonte und schon war ich in Spanien.
Mit der Fähre über den Riu Guadiana
Weiter ging`s nach Huelva, eine riesige Stadt mit Werften und viel Verkehr. Sehr schlecht zum durchkommen. Weiter nach Niebla mit seiner großen Stadtmauer. Ein paar km hinter Almonte zelte ich "wild" in einer Olivenplantage.
10.Mai von Almonte nach Puerto Serrano, 148 km, 724 Hm Wild zelten macht Spass, absolut ruhig nur ab und zu hört man ein paar Viecher. Mit Sonnenaufgang fahr ich weiter in Richtung Pilas. Sehe jetzt öffters Pilger in Tracht und mit Eselkarren die zur Fiesta nach El Rocio unterwegs sind. In Coria del Rio komm ich mit einer Pilgerfähre über den Guadalquivir. Über Los Palacios y Villafranka und Utrera erreiche ich auf hügeliger Strecke und zeitweise 37 Grad° Puerto Serrano. Direkt an der Straße ist ein Hotel, dort übernachte ich für 25€.
11.Mai von Puerto Serrano nach San Enrique, 190 km, 1903 Hm Über Villamartin, Arcos de la Frontera, Paterna de Rivera komme ich nach Alcala de los Gazules.
Alcala de los Gazules
Die alte Landstraße ist ganz leer, alle fahren auf der für Radler gesperrten Autovia. Vorbei am Embalse del Barbate bezwinge ich auch meine ersten beiden "Pässe". Den Puerto del Castano mit seiner gewaltigen Höhe von 266m, und eine halbe Stunde später den Puerto de Valdespera mit immerhin stolzen 147m. In Los Barrios (sehr schöne Arena) ist gerade Jahrmarkt. Hier sehe ich auch den Felsen von Gibraltar.
Gibraltar
Durch Raffineriegelände in la Linea de la Conception fahre ich zur Grenze. Der Zöllner will nur von m i r den Pass sehen, alle anderen dürfen so durch. Ein "wahnsinns" Verkehr. Ich fahre die Straße ganz hoch bis zu einer alten Geschützstellung. Affen laufen auf der Straße herum.
Eine furchtbare Schinderei, aber die Aussicht ist phantastisch. Klare Sicht bis Marokko und Ceuta.
Im Hintergrund Marokko und Ceuta
Wieder unten trink ich noch schnell ein englisches Bier(grausam)und fahre wieder über die Grenze nach Spanien.
Es wird schnell dunkel! Der Fels von Gibraltar wird Nachts beleuchtet, sieht stark aus. In der Nähe von San Enrique schlag ich mein Zelt etwas abseits der Straße auf.
12.Maivon San Enrique nach Benalmadena Costa, 99 km, 492 Hm Nachts hat`s ein bisschen geregnet, aber morgens um 7 war`s klar, konnte mein Zelt trocken einpacken. Bin dann um 8 los. Fast alles Autobahn, ganz rechts auf dem Standstreifen, Kette auch ganz rechts. Um 9 fängt`s wieder an zu regnen, Regenklamotten an. Bis hinter Marbella regnet es sehr stark, ich bin so langsam nass bis auf die Haut! Hat aber immer noch 20 Grad. Plötzlich hört`s auf, blauer Himmel, wieder umziehen. Mach um 14Uhr Mittag in Fuengirola. Fahr dann gerade mal 10 Minuten, da schifft`s schon wieder. Der Himmel ist ganz grau. Nehme mir deshalb in einem Tourihotel in Benalmadena Costa ein Zimmer. Hier kann ich meine Sachen waschen und trocknen. Um 17Uhr ist wieder blauer Himmel, ich gehe runter zum Meer, eiskalt! Der Swimmingpool ist aber ok. Abends beim Buffet glotzen die anderen Gäste (fast alles Engländer, Golfer) ganz komisch. Entweder weil ich so viel esse oder weil ich in Radklamotten rumlaufe, beim Frühstück dasselbe.
13.Mai von Benalmadena Costa nach Velez Benaudalla, 128 km, 826 Hm Komme erst um 9 weiter. Das Wetter sieht gut aus, es ist aber nicht mehr so heiß. Bis Malaga nur Autobahn, sehr viel Verkehr, fast lebensgefährlich.
Bei Malaga
In Malaga fahr ich zum Strand und dann auf der Strandpromenade weiter. Es sind kaum Touris zu sehen. Irgendwann komm ich auf die Landstraße in Richtung Motril, der Verkehr ist hier deutlich weniger. Die Küstenstraße wird nun deutlich hügeliger und kurviger, ein paar kurze Tunnel, aber tolle Sicht auf`s Meer. Ab Salobrena fahre ich Richtung Granada durch riesige Felsformationen bis Velez de Benaudalla.
Straße nach Granada
Da der Himmel wieder grau wird entschließe ich mich in einem Hostal zu übernachten. Hier treffe ich auf 4 Rennradler aus Freiburg, die angeblich bis 2000m hochgekommen sind und sie hätten keinen Schnee gesehen. Das Hostal direkt an der Straße kostet 18€, Rindersteak mit Salat, Bier + Cognak 12€.
14.Mai von Velez Benaudalla nach Cepes de la Vega, 99 km, 3469 Hm Strahlend blauer Himmel, keine Frage, heute geht`s auf den Pico Veleta. Ich fahre auf eine riesige Staumauer zu, im See ist kaum Wasser. Die Landschaft ist faszinierend. Es geht ein bisschen auf und ab bis Orgiva. Dann eigentlich nur noch aufwärts. In Pampaneira kommt nochmals ein wenig Tourifeeling auf. Der Nationalpark Sierra Nevada ist ein riesiges Wandergebiet. Autos dürfen bis auf 2150m hoch, bis hier ist auch die Straße geteert.
Capileira
Der Nationalparkwächter öffnet bereitwillig die Schranke für mich, damit ich auf der jetzt geschotterten Piste weiterfahren kann. Jetzt sind es noch 27km bis zur Passhöhe. Zum Glück hatte ich mich an der letzten Tanke nochmals mit ausreichend Wasser eingedeckt. Mir kommen lediglich ein paar Wanderer und ein paar Reiter entgegen, keine Radler.
Piste zum Veleta. Rechts der Mulhacen (3479m höchster Gipfel Festlands Spaniens)
Endlich erreiche ich die Passhöhe bei ca.3200m und sehe auch den Gipfel des Pico Veleta. Im Vordergrund das Refugio.
Refugio auf 3200m
Noch ein paar Meter vor, dann erreiche ich die Teerstraße. Die letzten hundert Höhenmeter sind allerdings auch nur Piste. Bei einem grandiosen Sonnenuntergang stehe ich allein auf dem Gipfel. Eiskalter Wind und die sehr schnell hereinbrechende Dunkelheit zwingen mich zur Eile. Ein paar Foto`s und dann schnell wieder hinunter. Bei stockdunkler Nacht fahre ich die Teerstraße hinab ins Tal, die Lichter aus dem Tal sehen sagenhaft aus. Nur leider geben meine Bremsen den Geist auf, vorne ist der Bremsbelag bis auf`s Trägermaterial abgeschliffen. Kann daher nur noch meine Hinterradbremse benützen. Bei ca.1650m sehe ich das erste Hostal und nehme mir gleich ein Zimmer.
Gipfel Pico Veleta 3396m
15.Mai von Cepes de la Vega nach Albox, 195 km, 1729 Hm Jetzt sehe ich wenigstens die Gegend wieder. Strahlend blauer Himmel und eine super Sicht bis nach Granada. Tolle Abfahrt bis Quentar, 850m. Meine Bremsbeläge werden immer schlechter. Von Quentar an steigt das Tal langsam an bis zum Puerto de las Blancares, 1297m. Sehr viele Rennradler sind unterwegs. Mit einigen kann ich trotz 20kg Gepäck gut mithalten, was einigen wohl nicht so ganz gefällt.
Richtung Guadix
Ab Guadix geht`s nicht mehr so richtig weiter. Die Autovia ist für Radfahrer gesperrt. Ich finde einen Feldweg nebendran, eine scheiß Schotterpiste. Zottle so rum bis Gor. Dann nehme ich doch die Autovia bis Baza. Die 30km spul ich mit Rückenwind und leicht bergab in einer 3/4 Stunde ab. Ab hier wieder Landstraße, steigt aber wieder auf über 1000m. Ab El Hijate geht es dann wieder 40km bergab, dazu leichter Rückenwind. Das Tal wird breit, Industrie und Olivenplantagen links und rechts der Straße. In Albox nehme ich in einem Hostal ein Zimmer. Meine Bremsen sind jetzt endgültig hinüber, brauche dringend Ersatzteile (ich weiß jetzt, was ich vergessen habe mitzunehmen).
16.Mai von Albox nach Guardamar del Segura, 212 km, 693 Hm Vorbei am Embalse de Cuevas del Almanzora komme ich nach Huercal-Overa. Hier frage ich mich nach einer Fahrradwerkstatt durch. Der gute Mann versteht zwar was ich brauche, aber Bremsbeläge für Shimano XT hat er nicht auf Lager. Ich solle nach Puerto Lumbreras fahren, da sei ein Radhändler der mir vielleicht weiterhelfen könnte. Also wieder auf die Autovia. Nach 10km überholt mich Guardia Civil, interessiert sich aber nicht für mich. Glück gehabt. Der Händler kann mir allerdings auch nicht weiterhelfen, gibt mir aber eine Adresse in Lorca. Wieder auf die Autovia und mitten rein in die Stadt. An einer Ampel stehen plötzlich 4 Rennradler neben mir. Ich erkläre einem von ihnen mein Problem und zeige den Zettel mit der Adresse. Nach kurzer Rücksprache mit seinen Kollegen sagt er mir ich solle ihnen folgen. Im Konvoi geht`s quer durch die Stadt zu "CICLOS GONZALO". Der Chef kommt gleich raus, schaut sich mein Rad an und nickt. Mir fallen einige Steine vom Herzen. Schnell das Gepäck runter und schon ist das Rad auf dem Montageständer. Die Bremsbeläge werden erneuert und die Schaltung auch gleich eingestellt. Ein Kunde in buntem Rennradleroutfit spricht mich auf holländisch mit spanischem Akzent an, er habe bei Ford in den Niederlanden gearbeitet. Er macht ab jetzt den Übersetzer, funktioniert recht gut. Ich muss erzählen wo ich herkomme und wo ich hin will. Als ich vom Veleta spreche klatschen alle Beifall. Der Chef will nur den Ersatzteilpreis von mir, für seine Arbeit verlangt er nichts. Das angebotene Trinkgeld lehnt er ab, erst als ich sage er soll ein Bier davon kaufen nimmt er lachend an.
Abgeschliffene Bremsbeläge
Jetzt kann ich endlich wieder richtig bremsen. Über Totana, vorbei an Murcia und Orihuela fahre ich bis Guardamar del Seguera an`s Meer.
Bei Guardamar
Die Strecke durch`s Landesinnere war sehr interessant, links und rechts hohe Berge, dazwischen Orangen und Oliven. Auf einem Campingplatz schlag ich mein Zelt auf. Im Restaurant bestelle ich eine Pizza, der Kellner fängt sofort an mich auszufragen. Er hätte mich mit dem Fahrrad gesehen, wo ich herkomme und wo ich hin will. Anscheinend hat ihm die Geschichte gefallen, denn ich muss nur die Pizza bezahlen; den Salat, die Getränke und den Coknak schenkt er mir.
17.Mai von Guardamar del Segura nach Olivia, 146 km, 920 Hm Wieder blauer Himmel, brauche viel Sonnencreme. Aber Gegenwind, manchmal auch starke Böen von der Seite, das haut mich fast vom Bock. Bis Alicante sehr viel Verkehr und enge Straße. Als ich in Villajoyosa beim Einkaufen war bläst der Wind eine riesige Blechreklametafel durch den Ort. Der größte Schandfleck an diesem Tag ist Benidorm.
Benidorm
In Platja d`Oliva zelte ich wieder auf einem Campingplatz.
Platja d`Oliva
18.Mai von Olivia nach Benicarlo, 231 km, 575 Hm Früh weggekommen frühstücke ich nach einer Stunde Fahrt in einer Bar. Klasse Wetter, guter Wind, Straße geht auch. Durch Valencia nehme ich einen "Rennradlotsen". Das geht so: Ich frage einen Radler der gerade an mir vorbeifährt nach dem Weg nach Pucol, worauf der sich bereit erklärt vorneweg zu fahren. In Höllentempo geht`s unter Missachtung sämtlicher roter Ampeln durch die Stadt. In 15 Minuten war ich durch.
Valencia
Über Castellon de la Plana komme ich bis Benicarlo. Hier nehme ich in einem Hotel ein Zimmer. Bevor ich zum Abendessen ging, wollte ich noch schnell bei einer Bank Geld abheben. Der Automat zeigte jedoch nur an, dass meine EC-Karte ungültig sei und zog die Karte ein. Da stand ich nun... Am nächsten Morgen war ich natürlich zur Öffnungszeit wieder bei der Bank und nachdem ich mich ausgewiesen hatte bekam ich meine EC-Karte wieder. Der Bankangestellte versuchte es auch nochmals, ohne Erfolg. Karte nicht lesbar. Ich hab`s dann bei mehreren anderen Banken versucht, kein Bankautomat konnte meine EC-Karte lesen. (Zu Hause habe ich sofort bei meiner Hausbank, der KSK-Esslingen, reklamiert. Man sagte mir nur, das so etwas nicht sein könne. Ich werde meine Konsequenzen daraus ziehen.) Mit meiner VISA-Karte bekam ich dann problemlos Geld, allerdings zu höheren Gebühren.
19.Mai von Benicarlo nach Tarrega, 192 km, 1324 Hm Jetzt gings endlich weiter, bei Amposta über den Ebro und weiter bis Cambrils. Wieder viel Verkehr auf der N340. Dann Richtung Reus wurde es ein bisschen ruhiger, schön aber erst ab Montblanc, dafür aber steil auf 800m hinauf.
Montblanc
Danach eine 20km lange Abfahrt nach Tarrega. Heut war`s wieder sehr heiß, bis 37Grad°. Hier gab`s nur 2 Hotel`s, beide sauteuer. Tarrega ist ein Dreckloch: Industrie, laut und stinkt.
20.Mai von Tarrega nach Ax-les-Thermes, 194 km, 2723 Hm Wieder früh morgens los, Guissona, Ponts, am Panta de Rialb (ein riesiger Stausee) entlang, Organya nach La Seu d`Urgell.
Panta de Rialb
Kurz nach la Seu bin ich in Andorra. In Andorra la Vella gab`s ein kühles Bier, bevor ich zum Port d`Envalira (2409m, dem höchsten Pyrenäenpass) hochfahre.
Andorra la Vella
Die Stadt selbst ist das reinste Chaos, ein Laden am anderen, sehr viele Auto`s. Einheimische und Touristen. Fahre die Passstraße hoch, anstrengend, bin auch heute schon 150km gefahren. Oben eiskalter Wind, schnell auf der anderen Seite wieder runter. In Pas de la Casa nochmals ein paar Geschäfte, dann bin ich in Frankreich.
Die französischen Zöllner machen Witze mit mir. Ob ich Alkohol oder Tabak dabei hätte. Als ich lache und frage wo ich denn den Stoff versteckt haben soll müssen sie auch grinsen. Fahre noch ca. 20km ab bis Ax les Thermes auf 700m. Hier wieder in`s Hotel mit klasse französischem Menü.
21.Mai von Ax-les-Thermes nach Capestang, 173 km, 1048 Hm Morgens ging`s gleich wieder hoch auf den Col de Chioula, 1431m.
Col de Chioula 1431m Im Hintergrund die Pyrenäen
Über Belcaire, Quillan, Limoux ging`s auf fast leerer Straße hinunter nach Carcassonne. Tolle Burg und viele Touristen. Ab jetzt die ganze Zeit Gegenwind, links und rechts Weinfelder so weit man sieht. In Capestang nehme ich wieder ein Hotel. Der Koch ist ein Künstler, absolute Spitzenklasse.
22.Mai von Capestang nach Bagnols-s.-Ceze, 200 km, 1254 Hm Fahre kurz nach 7 Uhr weiter. Das Wetter sieht gut aus, nur Richtung Montpellier hat es schwarze Wolken. Und gleich starken Gegenwind. Frühstücke in Beziers beim Bäcker
Beziers
Über Pezenas, Gignac, Viols-le-Fort, Les Matelles, Quissac, Uzes fahre ich auf kleinen Nebenstraßen mit wenig Verkehr durch hügelige Landschaft nach Bagnols. In einer Fernfahrerkneipe nehme ich ein Zimmer, ausser mir ist nur noch ein Gast im Hotel. Das Abendessen ist wieder hervorragend, kochen können die Franzosen.
23.Mai von Bagnols-s.-Ceze nach Vinay, 161 km, 742 Hm Rhonetal, das bedeutet Mistral. So ein Scheißwind, bläst mir die ganze Zeit in`s Gesicht, kann zeitweise nur 10-12km/h fahren. Der Wind saugt einem den letzten Saft aus den Knochen. Platja d`Olivaiviers, Montelimar, kurz vor Valence fahre ich rechts weg nach Chabeuil. Obwohl es hügeliger wird läuft`s besser, die Bäume und Büsche geben etwas Windschutz. Ab Romans-s.-Isere allerdings wieder starker Wind von vorne.
Rhone bei Viviers
Es geht leicht bergauf, der Isere entlang. Lauter Nussbäume an der Straße. In Vinay nehme ich in einer Auberge ein Zimmer und wieder gibt`s leckeres Essen.
24.Mai von Vinay nach St.Cergues, 186 km, 1755 Hm Morgens war wieder wenig Verkehr auf der Straße. Die Landschaft wird immer hügeliger.
Col de la Couz 626m
Über Chambery auf einem sehr guten Radweg nach Aix-les-Bains, ein Stück dem Lac du Bourget entlang nach Annecy. Vom Col du Mont Sion (785m) ein klasse Blick auf Genf und den Genfer See.
Genfersee
In St-Cergues übernachte ich wieder in einem Hotel.
25.Mai von St.Cergues nach Mörel, 195 km, 809 Hm Um 6Uhr30 bin ich schon wieder unterwegs. Über Thonon-les-Bains, Evian (hier Hinterrad platt,Glassplitter), fahre ich in St-Gingolph über die Schweizer Grenze.
Genfersee bei St-Gingolph
Die Strecke über Martigny, Sion, Brig - der Rhone entlang - war relativ flach. Der Wind war auch wieder auf meiner Seite. In Mörel übernachte ich auf einem kleinen, idyllischen Campingplatz direkt an der Rhone.
Campingplatz in Mörel
26.Mai von Mörel nach Flims, 146 km, 2767 Hm Um 6 Uhr bin ich schon wieder unterwegs. Entlang der Furkabahnstrecke ging`s die nächsten 50km nur bergauf bis zum Furkapass.
Furkapass 2436m
Abfahrt nach Andermatt und gleich wieder hoch auf den Oberalppass. Sehr viele Motorradfahrer sind bei diesem Traumwetter unterwegs.
Oberalppass 2046m
Jetzt geht`s das Rheintal abwärts. Allerdings nur bis Laax, die Rheinschlucht umfahre ich über Flims (ca.1000m). Hier auf dem Campingplatz ist auch meine letzte Übernachtung.
27.Mai von Flims nach Lindau, 127 km, 481 Hm Wieder um 6Uhr los, ich will jetzt endlich nach Hause. Chur, Landquart, über den Luzisteig (713m) nach Balzers.
Liechtenstein
Durch Liechtenstein bin ich schnell durch, bei Schaanwald ging`s über die Grenze nach Österreich.
Durch Feldkirch, Götzis, Lustenau fahre ich nach Bregenz an den Bodensee. So viele Radfahrer wie hier habe ich in den letzten 3 Wochen nicht gesehen.
Seebühne in Bregenz
Ein Stück den Bodenseeradweg entlang und schon bin ich in Lindau am Ziel meiner Reise angekommen.
Lindau Hafen
In Lindau ist auch der Teufel los. Die Stadt ist voll Touristen. Mit der Bahn fahre ich das letzte Stück bis Plochingen und dann nochmals 10 km und 230 Hm mit dem Rad nach Aichwald.